knieschleifen motorrad

Wenn das Knie ordentlich schleift…

Das ist schon einen Instagram-Post wert, wenn du mit dem Knieprotektor auf dem Asphalt durch eine Kurve ziehst und jemand genau im richtigen Moment auf den Auslöser drückt. Mehr Race-Optik geht kaum.

Doch was ist eigentlich der wahre Nutzen des „Knee Draggings“ und was bringt es dir als Fahrer, selbiges gezielt zu trainieren?

 

Tatsächlich geht es hier um nichts anderes als um: Vertrauen!

 Und zwar das Vertrauen in dich und dein fahrerisches Können. Natürlich sieht es extrem rasant aus mit schleifendem Knie in extremer Schräglage die Kurve zu nehmen, in erster Linie aber gibt dir der sanfte Bodenkontakt die beste Rückmeldung darüber, ob Tempo und Schräglage tatsächlich das absolute Optimum sind, was du aus genau diesem Turn herausholen kannst. Drückst du das Knie an den Tank musst du dich auf deine Optik und das Gleichgewichtsgefühl verlassen um deine Schräglage einzuschätzen. Beides kann getäuscht oder beeinträchtigt werden – zum Beispiel durch die Neigung der Fahrbahnoberfläche oder durch korrelierende G-Kräfte beim Beschleunigen und Verzögern. Ein kratzendes Geräusch aus der Gegend in der sich dein ausgestelltes Knie befindet jedoch gibt dir die Sicherheit, das du genau in der Schräglage bist, in der du dich befinden möchtest.

Für den reinen Straßenfahrer, der sein Motorrad durch den Stadtverkehr zur Arbeit bewegt, ist das ganze möglicherweise ein nicht wirklich sehr wichtiges Thema. Da kann man auch mit dem schon erwähnten coolen Foto zufrieden sein.

 

Der sportlich ambitionierte Biker jedoch entdeckt auf dem Racetrack oder seiner Haus- und Übungsstrecke ganz schnell einen zweiten großartigen Effekt des Knieschleifens: Konsistenz!

 Auch das lässt sich leicht erklären. Wer trainiert, um auf der Rundstrecke schneller zu werden, der benötigt ein Maß, auf das er sich verlassen kann. Nur wenn du in der Lage bist, eine Runde nach der anderen gleichmäßig und nachvollziehbar, konstant zu fahren, wirst du Verbesserungen überhaupt erst bemerken, beziehungsweise feststellen, wo es Raum für Verbesserungen gibt. Die Gleichmäßigkeit deiner Runden – und hier vor allem der Kurvenfahrten – muss messbar sein. Und dein Maß, das ist in diesem Fall dein Knie. Das Kurveninnere jeweils, versteht sich.

Wer also sportlich fahren möchte und sich vielleicht sogar von der Rundstrecke angezogen fühlt – möglicherweise ja sogar mit uns von Fit2Ride24 eine Rennstrecke besuchen möchte – der darf sich ruhig näher mit dem Thema Knieschleifen beschäftigen. Gerne im Rahmen eines unserer Trainings (Link zum Motorradtraining). Und zwar dann live auf der Strecke, mit schleifendem Knie…

…und nicht nur bei Instagram.